Geschichte Kleinenbergs

Schon sehr früh wurde die wunderschöne Landschaft entdeckt und so schrieb der Fürstl. Waldecker Geheimrat Dr.Heinrich Matthias Marcard in seiner "Beschreibung von Pyrmont" 1.Band, Leipzig 1784 „Es sind hier gewisse Orte auf den Bergen, insbesondere an der Morgenseite, die ich mit innigem Vergnügen ansehe...“ „Vorzügliches Vergnügen hatte ich immer an der Strecke der Berge auf der Ostseite des Bades, die mir an Abwechslung am reichsten schienen und auf deren Gipfel man unvermutet statt des erwarteten Waldes große kultivierten Flächen, erfüllt mit fleißigen Menschen, und nach allen Seiten eine sehr weite Aussicht antrifft.

Kleinenberg wurde vermutlich von den Grafen zu Spiegelberg und Pyrmont kurz nach 1500 erhandelt, erbauet und in Stand gesetzt. 1918 trennte man sich in Waldeck von der fürstlichen Obrigkeit, schaffte zunächst den Freistaat Waldeck und Pyrmont, schloß sich dann am 01.04.1922 dem Lande Preußen an,
welches Kleinenberg dem Landkeis Hameln-Pyrmont zuordnete. Neben den vorteilhaften Entwicklungen haben die hastigen Spuren der modernen Zeit aber auch weniger erfreuliche Entwicklungen hinterlassen. Die Landwirtschaft hatte noch bis in die 60er Jahre hinein die dörfliche Struktur auf dem Berge geprägt, häusliches Handwerk und der Zuerwerb in Pendlerberufen hatte für das Auskommen der Menschen gesorgt.
Geblieben sind ein gutes Dutzend Landwirte in allen fünf Dörfern, die fleißig, aber nun einsam, die Felder bestellen, die sich auch auf dem Berge schon häufig von Horizont zu Horizont erstrecken. Doch wo Schatten ist ist auch Licht! So erfreut es den Wandersmann wie den Naturfreund zu allen Jahreszeiten und auf allen Wegen über die Hochebene und durch die bewaldeten Täler.